Tierhilfe Craiova-Hilfe für rumänische Tiere e.V. 

Rund 100 Hunde getötet - Situation der Straßenhunde

Rund 100 Hunde getötet!

 

 

Es wurden Mitte August 2022 wieder rund 100 Hunde im öffentlichen Shelter Breasta getötet: klein, groß, jung, alt - egal.

Was ist da los? Warum passiert das immer noch? Warum tut niemand etwas dagegen? 

Fragen über Fragen....

 

ein Blick in die Geschichte hilft zu verstehen - nicht zu verzeihen:

Nicolae Ceausescu (ehemaliger Präsident von Rumänien): seine Industrialisierungspolitik begann in den späten 1960er Jahren zu wirken. In den 1980er Jahren gab es das "Dorfsystematisierungsprogramm" besser: "Dorfzerstörungsprogramm": Kleinere Ortschaften mit meist bis zu 1000EinwohnerInnen wurden zwangsumgesiedelt. Betonklötze an den Rändern der Städte wurden errichtet. Die Folge war: das viele Tiere nicht mitgenommen werden konnten (oder wollten) und sich selbst überlassen waren.

Die Tiere vermehrten sich unkontrolliert. Vermutlich gab es zuletzt viele Millionen Straßentiere. Über Generationen haben diese gelernt für sich selbst zu sorgen, den Menschen zu meiden oder in einer Art Synergie ("wir Hunde fressen deinen Müll/halten Ratten fern/ bewachen dich freiwillig... und du lässt uns in Ruhe") auszukommen. Rudel haben sich gebildet und sich in den ortsnahen Wäldern und Feldern - teilweise auch in der Stadt - niedergelassen. Das Leid der Tiere war (und ist immer noch groß):  sterben an Parvovirose / Staupe / Tollwut.. qualvoll - besonders die kleinsten; werden überfahren / verstümmelt von Autos / Zügen / erschlagen / vergiftet / gequält....

 

2014 wurde in Rumänien ein Gesetz erlassen.

(angeblich weil ein Hunde-Rudel anlasslos Kinder getötet haben soll)

Nach diesem Gesetz werden die Straßenhunde eingefangen, in öffentliche Tierheime (Sheltern) gebracht und dürfen nach einer Frist von zwei Wochen getötet werden. Rund 170 gibt es davon alleine in Rumänien. Seit Einführung des Gesetzes wurden  - neben den herrenlosen Tieren - auch Tausende frei laufende Hunde, die einen Besitzer haben, getötet. Die Hunde werden auf offener Straße teilweise mit sehr brutalen / grausamen Methoden eingefangen. Mitglieder des Vereins haben gesehen, als die Hundefänger in Breasta die Hunde "abgeladen" und mit mehreren Hunden in einen Zwinger gestopft haben. Diese Schreie werden sie nicht mehr vergessen.

Was sinnvoll war ist, dass die Tiere kastriert, gekennzeichnet und registriert werden müssen. Tja, sinnvolle Regelung, die allerdings nur von den Besitzern umgesetzt werden, die es sich auch leisten können und wollen. 

 

..und heute?

Die Population ist nicht zuletzt aufgrund dieser doch sehr fraglichen und tierquälerischen Maßnahmen zwar stark zurück gegangen. Es wird geschätzt, das es dennoch rund 600.000 Straßenhunde in Rumänien gibt (Quelle: Brisant ARD "rumänische Strassenhunde: Wie ist die Situation- und wie ist Hilfe sinnvoll" vom 30.09.21)

ABER: Vermutlich werden sehr scheue, vorsichtige Hunde seltener gefangen. Folge: es wurde Platz geschaffen für den Tier-Nachwuchs dieser Elterntiere, dadurch, dass Hunde in der Tötung landen.

Daneben kastrieren Besitzer ihre Tiere immer noch viel zu selten. Tiere werden nach wie vor auch ausgesetzt, wenn sie nicht mehr niedlich, zu lieb für die Bewachung des Grundstück oder zu alt und lästig sind. Kommt Nachwuchs werden diese auf dem Feld, in Breasta oder sonstwie "entsorgt"; wenn sie Glück haben landen sie über einem Zaun einer Tierschützerin.

Auch das Aussetzen in Rumänien ist verboten - es hält sich nur kaum jemand daran.

Letztendlich müssen die Tiere qualvoll das ausbaden, was die Politik und die Menschen versäumt haben!

 

Was wäre die Lösung?

Wenn wir einmal rechnen, dass ein Hundeleben rund 10 bis 16 Jahre andauert UND seit dem Gesetzt von 2014 konsequent kastriert worden wäre...was wäre dann?

Das "Problem und das Leid der Straßenhunde" in Rumänien hätte sich sehr deutlich reduziert - in ein paar Jahren gäbe es keine/kaum mehr Straßenhunde.

Die Hunde in den öffentlichen Tierheimen müssen nicht getötet werden: kastrieren, impfen, medizinisch versorgen und am Auffangort aussetzen!


Was ist mit den Katzen?

Da die Population der Straßenhunde abnimmt, wächst die Population der Katzen. Wir erübrigen uns hier die Erklärung bezüglich der Nahrungskette.

Auch hier gilt das gleich wie bei den Hunden: kastrieren, impfen, medizinisch versorgen und am Auffangort aussetzen!

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